Erfahrungen
Erfahrungen mit dem Index PDF E-Mail

Oft beginnen Schulen, die jahrzehntelange Erfahrungen mit ‚Integration’ (im Feld Interkulturalität und/oder im Feld Behinderung) haben, mit dem „Umbau“ (vgl. STÄHLING 2006) hin zu einer inklusiveren Qualität von Schule, so etwa

Eine oft als inkonsequent erlebte Praxis bewegt auch ‚große Schulen’ wie die IGS Köln-Holweide zu Initiativen in Richtung Inklusion (vgl. SCHWAGER 2005, HEEGER & REINHARDT 2006) oder gar ganze Gemeinden wie z.B. Wiener Neudorf (vgl. WIENER NEUDORF o. J. Braunsteiner 2007) dazu, ein vernetztes System willkommen heißender, miteinander kooperierender pädagogischer Institutionen zu schaffen.

Mittlerweile gibt es auch an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern einen berufsbegleitenden Weiterbildungsmaster auf der Basis des Index, mit dessen Hilfe Regelklassenlehrkräfte ihre Kompetenzen im Umgang mit der Heterogenität der Schülerschaft und mit Blick auf die Entwicklung des Systems in Richtung Inklusion weiterentwickeln (vgl. Achermann 2007).

Aber unabhängig davon, an welchem Punkt eine (Schul-) Gemeinschaft beginnt – sie kann sich mit Hilfe des Index für Inklusion diesem Leitziel in je nächsten Schritten annähern. Dies ist gerade in einem so stark segregierten Bildungswesen wie dem deutschen wichtig und wird z.B. bei der Inklusiven Ganztagsschulentwicklung im Rahmen des IZBB in Sachsen-Anhalt deutlich.


Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen mit dem Index eine E-Mail oder verfassen Sie einen Bericht in unserem Gästebuch!


Literatur

BRAUNSTEINER, Maria-Luise, GEBHARDT, Irene & GERMANY, Stefan (2008): Der Index für Inklusion – ein Instrument zur Schulentwicklung und Netzwerkbildung. In: EDER, Ferdinand & HÖRL, Gabriele (Hrsg.): Gerechtigkeit und Effizienz im Bildungswesen. Unterricht, Schulentwicklung und LehrerInnenbildung als professionelle Handlungsfelder. Wien, Berlin, 219-233

ACHERMANN, Bruno (2007): „Schulen für alle” in der Zentralschweiz, Luzern: Demokratische Schulentwicklung und Weiterbildung von LehrerInnen für Integrative Förderung. In: DEMMER-DIECKMANN, Irene & TEXTOR, Annette (Hrsg.): Inklusionsforschung und Bildungspolitik. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 163-172

BRAUNSTEINER, Marie-Luise (2007): Von der Integration zur Inklusion. Reflexion über die Begelitforschungsstudie eines Schulentwicklungs- und Netzwerkbildungsprojekts. In: Rauscher, Erwin (Hrsg.): Pädagogik für Niederösterreich. Festschrift zur GRündung der PH NÖ. Baden: Selbstverlag, 161-169

HEEGER, Max & REINHARDT, Max (2006): Was halten Schülerinnen und Schüler vom Gemeinsamen Unterricht? In: PLATTE, Andrea, SEITZ, Simone & TERFLOTH, Karin (Hrsg.): Inklusive Bildungsprozesse. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 97-100

STÄHLING, Reinhard (2006): „Du gehörst zu uns“. Inklusive Grundschule. Ein Praxisbuch für den Umbau der Schule. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren

SCHWAGER, Michael (2005): Eine Schule auf dem Weg zur Inklusion? Entwicklungen des Gemeinsamen Unterrichts an der Gesamtschule Köln-Holweide. In: Zeitschrift für Heilpädagogik 56, 261-268

WIENER NEUDORF (o. J.): Inklusion. Vernetzungsprojekt der Bildungseinrichtungen Wiener Neudorfs und Schulentwicklung nach den Richtlinien des Index für Inklusion. Im Internet: www.wiener-neudorf.gv.at

Letzte Aktualisierung ( 22. January 2012 )