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Erfahrungen
Erfahrungen mit Bürgerzentrierter Zukunftsplanung PDF E-Mail

Auch wenn die Praxis in Deutschland noch keine sehr verbreitete ist, so können einige Beispiele die Tragfähigkeit dieses Konzeptes belegen:

Ein junger Mann mit Lernschwierigkeiten arbeitet in Frankfurt am Main seit einigen Jahren beim Hessischen Rundfunk als Gästebetreuer. Seine Aufgabe besteht darin, Interviewpartner am Eingangstor zu begrüßen, ihnen in einem Aufenthaltsraum Getränke und einen Imbiss anzubieten, sie zum Studio zu bringen und von dort wieder zum Ausgang zu bringen. Bei seiner Zukunftskonferenz in der Schlussphase seiner Gesamtschulzeit formuliert er deutlich: Er möchte in der Gastronomie arbeiten, sich aber nicht die Hände schmutzig machen. Genau in dieser Situation kommt einer anwesenden Sozialpädagogin aus dem Jugendzentrum die Idee, dass der Mann ihrer Freundin beim Hessischen Rundfunk arbeiten würde und sie den doch mal fragen könnte, ob dort ein Praktikum möglich sei.

Auch eine als lernbehindert eingestufte Schülerin einer Berliner Gesamtschule weiß bei ihrer Zukunftsplanung sehr genau, dass sie sich nicht mit ‚Drecksarbeit’ plagen, sondern vielmehr in einem ‚Palast mit einer großen Treppe und rotem Teppich, wie in einer alten Bank oder so!’ arbeiten will. Mit dieser grandiosen Idee ist die grundsätzliche Orientierung klar – inzwischen hat sie eine erfolgreiche Ausbildung in einem berühmten Museum der Stadt hinter sich, und zwar in dessen Café.

Weitere Beispiele für Zukunftsfeste, meist unter dem Aspekt des Übergangs von der Schule in das Erwachsenenleben im Umfeld der Integrationsbewegung, finden sich unter folgenden Links:

Letzte Aktualisierung ( 17. March 2011 )