Inklusionskompatible Diagnostik
Diagnostik erscheint uns im Kontext von Inklusion nach wie vor als wenig bewältigte Herausforderung. Sie ist zwischen zwei widersprüchlichen Funktionen eingebettet: Der Zuweisung individueller Ressourcen und der qualifizierten Begleitung von Lernprozessen. Während die zweite Funktion leicht einlösbar wäre, wenn die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stünden, ist die erste Funktion an sich problematisch, denn gruppenkategoriale Zuschreibungen sind mit der Logik der Inklusion als "untrennbares Spektrum" (HINZ) mit der "egalitären Differenz" (PRENGEL) letztlich nicht vereinbar.
Insofern setzen wir uns zunächst mit dem Status-Quo von Diagnostik auseinander, um darauf aufbauend Prinzipien einer inklusionskompatiblen Diagnostik vorzustellen und daran anschließend ein Beispiel zu erläutern. Damit beanspruchen wir nicht, 'das Problem' einer inklusonstauglichen Diagnstik gelöst zu haben, aber zumindest hoffen wir, die Diskussion darüber voranzubringen.
Und wenn wir mit den technischen Untiefen klargekommen sind, kann man die Seiten auch lesen. :-)
